Erlebte Drahtseilakte – Erinnerungen eines Ostpreußen Jahrgang 1923

Von Herbert Behrendt, Format 13,5 cm x 21,5 cm, 154 Seiten, 15 Schwarzweißfotos, Softcover. Zeitgut Verlag, Berlin, 2006, ISBN 3-933336-80-5. Preis: 12,80 Euro.

Von seiner Kindheit und Jugend in Ostpreußen, wo er 1923 in Flammberg, Kreis Ortelsburg, geboren wurde, bis zum Neuanfang in Krefeld im Jahr 1946 reichen die von Herbert Behrendt zu Papier gebrachten Lebenserinnerungen. Diese sind maßgeblich von seinen individualistischen Einstellungen und seiner Zivilcourage geprägt, also von Eigenschaften, die im Zeitalter von gleichgeschalteten Massenorganisationen nicht unbedingt gefragt sind. Trotzdem bringt er es bei der Flieger-HJ zum Sondereinheitsführer. Auch bei der Wehrmacht , wo er zum Flugzeugführer ausgebildet und kurz vor Kriegsende in Tirol noch zum Offizier befördert wird, wehrt er sich erfolgreich gegen ihm unsinnig erscheinende Befehle. Dabei trifft er oft auf Vorgesetzte, die ihrem Gewissen folgen und ihm helfen, seinen Überzeugungen treu zu bleiben. Nach dem Krieg erlebt er in Bayern die Willkür der Sieger am eigenen Leib und läßt sich schließlich in der britischen Zone nieder, wohin er auch die Überlebenden seiner Familie, die inzwischen in der Ostzone leben, retten kann.

Obwohl dessen Handlung zu etwa einem Drittel in Ostpreußen spielt, handelt es sich bei diesem Buch nicht um ein ostpreußisches Heimatbuch, sondern sein erklärtes Ziel ist, „der Diskussion über das Leben im Nationalsozialismus einige weniger bekannte Aspekte hinzuzufügen“ und als „Ermutigung zur Zivilcourage“ zu dienen.                                          do

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