Erinnerungen an Ostpreußen in der Bundesrepublik

Fast 70 Jahre nach Flucht und Vertreibung aus Ostpreußen gibt es eine darartige Fülle an Literatur über das Land zwischen Weichsel und Memel, dass der interessierte Zeitgenosse nicht umhinkommt, eine persönliche Auswahl hiervon zu treffen.

Anders sieht es mit den Ostpreußen aus. Ihre Zahl sinkt rapide von Tag zu Tag, ihre Dialekte hört man kaum noch, in der Öffentlichkeit sind sie fast nicht mehr präsent.

Auch die in Stein gemeißelten, gemalten oder sonstwie der Allgemeinheit dargebotenen Erinnerungen an Ostpreußen und seine deutschen Bewohner nehmen nicht nur zahlenmäßig ab, sondern müssen zunehmend mit einer Materie gewordenen neuen Sichtweise dieses Gebietes, die seine heutigen Bewohner und staatlichen Zugehörigkeiten in den Mittelpunkt stellt, konkurrieren.

Auf dieser Seite soll der Versuch gemacht werden, in der Bundesrepublik Deutschland öffentlich sichtbare Erinnerungen an Ostpreußen ebenso zu dokumentieren, wie die ebenfalls einem breiten Publikum gezeigten Beziehungen zu den heutigen Bewohnern dieser dreigeteilten Region, die gefühlt weit im Osten, tatsächlich jedoch in der Mitte Europas liegt.

Zu den zwei Linden

Elchschaufel-Wappen in Lügde. (Foto: Detlef Ollesch)

 

 

Alte und neue Heimat: Das Inhaber-Paar eines  seit 2012 geschlossenen Hotels in Lügde im Kreis Lippe (Nordrhein-Westfalen) hat mit den Symbolen „Elchschaufel“ und „Westfalenross“ optisch die Verbindung zwischen den Heimatregionen der Ehepartner auf einem Schild für jedermann sichtbar dokumentiert. Die Frau stammt aus Ostpreußen, ihr Mann ist ein Einheimischer.

Peter der Große

Gedenktafel für Zar Peter den Großen in Coppenbrügge. (Foto: Detlef Ollesch)

Zweisprachig: An einen Besuch von Zar Peter dem Großen vor 300 Jahren erinnert diese Gedenktafel einer nicht näher definierten „Delegation aus Kaliningrad, dem ehem. Königsberg“ im Hof der Burg von Coppenbrügge im Landkreis Hameln-Pyrmont (Niedersachsen).